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Autor/inn/enAbarca, Amelie; Lengning, Anke; Katz-Bernstein, Nitza
TitelZum Spracherwerb von Kindern und zur mütterlichen Feinfühligkeit in risikobelasteten und -unbelasteten Familien. Eine Untersuchung in Ecuador.
Paralleltitel: On language acquisition amongst children and on maternal sensitivity in families subject to risk factors and those free of risk factors. A study in Ecuador.
QuelleIn: Empirische Sonderpädagogik, 2 (2010) 2, S. 48-63Infoseite zur Zeitschrift
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Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; gedruckt; Zeitschriftenaufsatz
ISSN1869-4845; 1869-4934
URNurn:nbn:de:0111-opus-93447
SchlagwörterEntwicklungsstörung; Kind-Eltern-Beziehung; Mütterlichkeit; Sprachentwicklung; Spracherwerb; Risikofaktor; Ecuador
AbstractRisikofaktoren können zu Störungen in allen kindlichen Entwicklungsbereichen und somit auch zu Störungen im Spracherwerb als auch zu Problemen in der frühen Eltern-Kind-Beziehung führen. Beim gemeinsamen Auftreten von mehreren Risikobedingungen, wie es oft der Fall bei unter Armut lebenden Menschen ist, steigt die Risikobelastung und somit die Wahrscheinlichkeit von Entwicklungsbeeinträchtigungen (Laucht, Esser & Schmidt, 1998; Wustmann, 2004). In der vorliegenden Untersuchung wurde eine Stichprobe von Familien, die unter Armut leben (San Pedro, Ecuador), mit einer Stichprobe von Familien aus der Mittelschicht (Quito, Ecuador) verglichen. Es wurde geprüft, ob unterschiedlich viele Risikobedingungen vorliegen und ob sich Unterschiede in den sprachlichen Kompetenzen der Kinder sowie in der mütterlichen Feinfühligkeit zeigen. Darüber hinaus wurde geprüft, ob Beziehungen zwischen der mütterlichen Feinfühligkeit und den kommunikativen Kompetenzen bestehen. Die Ergebnisse weisen auf einen negativen Einfluss der Risikobedingungen auf den kindlichen Spracherwerb und auf die mütterlichen intuitiven und sensitiven Kompetenzen hin. Bei den Risikokindern zeigten die Ergebnisse ein Überwiegen von Sprachentwicklungsverzögerungen bzw. -störungen. Die Mütter der Risikostichprobe wiesen ein geringeres Feinfühligkeitsmaß als die der Kontrollgruppe auf. Weiterhin zeigte sich ein Zusammenhang zwischen der mütterlichen Feinfühligkeit und einzelnen kommunikativen Kompetenzbereichen. Diese Studie weist auf die Notwendigkeit der Erhebung von kindlichen Sprachentwicklungsverzögerungen und von Mutter Kind-Interaktionen hin, vor allem in Familien mit erheblichen Belastungen und vielfältigen Risikofaktoren. Die Erhebung von Entwicklungsrisiken kann zur Prävention oder Intervention genutzt werden, die das Risiko negativer Konsequenzen reduzieren und positive Anpassung fördern. (DIPF/Orig.).

Risk factors can lead to disturbance of all areas of a child's development, and thus also of language acquisition and to problems in early relationships between parent and child. In the event of multiple risk factors, as it is often the case amongst people living in poverty, the burden of risks and therefore the probability of developmental disturbance rises (Laucht, Esser & Schmidt, 1998; Wustmann, 2004). In the present study a sample amongst families living in poverty (San Pedro, Ecuador) was compared with a sample taken from middle-class families (Quito, Ecuador). An examination was carried out whether there was a varying number of risk factors and whether there were differences in the language competence of the child as well as in the mother's sensitivity. There was a further examination of whether there was a correlation between maternal sensitivity and communicative competences. The results indicate a negative influence of risk conditions on the language acquisition of the children and on the intuitive and sensitive maternal competences. In the risk group, the results showed a preponderance of delays and disturbances in language development of the children. The mothers from the risk sample group displayed less sensitivity than the control group. There was also a correlation between maternal sensitivity and individual areas of competence. This study shows that it is necessary to ascertain the delays in children's language acquisition and mother-child interaction, particularly amongst families with serious burdens and multiple risk factors. Ascertaining these developmental risks can be used for prevention or intervention which can reduce the risk of negative consequences and aid positive adaptation. (DIPF/Orig.).
Erfasst vonDIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main
Update2015/1
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